Dieser Blog

12 12 2007

Dieser Blog wurde von einigen AnarchosyndikalistInnen welche innerhalb der Staatsgrenzen Österreichs wohnen ins Leben gerufen, um die Diskussion um die Ideen des Anarchosyndikalismus und wie dieser heute praktisch umgesetzt werden kann, voranzutreiben.

In Österreich hat es praktisch seit Urzeiten keine dauerhaft funktionierende anarchosyndikalistische Struktur gegeben (Geschichte). Nun gibt es aber einen recht viel versprechenden Versuch eine anarchosyndikalistische Föderation aufzubauen. Wir wirken daran mit – dieser Blog ist aber nicht die offizielle Webpräsenz dieser im Entstehen begriffenen Föderation. Wir werden allerdings laufend darüber berichten, und haben uns erlaubt hierzu den Blog auch ein wenig darauf auszurichten bzw. umzustellen.

Wir bitten darauf Rücksicht zu nehmen, dass dieser Blog nicht als Diskussionsforum gedacht ist. Solche Foren sind u.a. auch unter den Links dieses Blogs zu finden. Wir behalten uns vor zu entscheiden, ob ein Kommentar veröffentlicht wird oder nicht. Dies soll allerdings niemanden abschrecken uns Kommentare zu senden, nützliche Beiträge, Informationen oder Links beispielsweise freuen uns natürlich. Im allgemeinen bitten wir darum, über Mail mit uns Kontakt aufzunehmen, um etwaige Fragen zu klären.

Kontaktadressen zur Föderation sind unter der Rubrik „Föderation“ zu finden. Wenn du genauere Informationen möchtest und Interesse daran hast an einer solchen Föderation mitzuwirken kannst du auch uns kontaktieren!

Kontakt:

anarchosyndikalismus@linuxmail.org

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2 responses

1 04 2010
Simon Schwarz

Der Anarchosyndikalismus ist klasse, aber noch ein bischen zu Klassen und Klassenkampf orientiert, was nicht ganz zeitgemäß ist meiner Meinung nach.
Er muss eine Alternative zum Kapitalismus für alle Menschen sein.
Die materiellen Verhältnisse, sprich Armut und wirtschaftliches Elend der Arbeiter, verursacht durch die Konzentration jeglichen Landes und Produktionsmitteln im Eigentum einer kleinen ausbeuterischen Oberschicht wie in Spanien um 1936, gibt es so nicht mehr.
Niemand geht mehr weiter als bis zur behördlich genehmigten Demonstration wegen Armut. Die Klassengegensätze sind viel verschwommener.
Der Anarchosyndikalismus muss auch für alle eine ideelle Alternative zum Kapitalismus, seiner materialistischen Werteordnung und seiner zentralen
Mentalitäten dem Egoismus und der Gier sein, sowie zum Autoritätsdenken.
Deshalb würde ich einen weiteren Schwerpunkt auf kapitalismuskritische Aufklärung setzen.
Denn um wirklich was zu bewegen muss man das ganze Volk ansprechen.
Und das hat im Moment keine Ahnung von gar nichts…

7 04 2010
lisasyndikat

Das Problem ist, dass der Kapitalismus nur als Klassengesellschaft funktioniert. Es bedarf einer großen Menge von Menschen, die am freien Markt nichts verkaufen können, außer ihrer Arbeitskraft. Um Profit machen zu können, braucht der/die KapitalistInnen menschliche Arbeitskraft. Denn aus nix wird nix. Diese menschliche Arbeitskraft kann er aber auf dem Markt nur vorfinden, wenn es eine Klasse von LohnarbeiterInnen gibt (also eben Menschen, die kein relevantes Eigentum besitzen, zumindest keine Produktionsmittel).
Es hat immer schon Phasen relativen Wohlstandes gegeben, das hängt zum einen mit den wirtschaftlichen Umständen, andererseits mit der kampfkraft der ArbeiterInnen zusammen (denn geschenkt wird uns nix). Klassenkampf ist nichts, was einfach so verschwindet, er ist systemimmanent und permanent – manchmal offen und laut, manchmal vesteckt und verhalten.
Was du anscheinend mit „verschwummenen oder gar verschwundenen Klassengegensätzen“ meinst, geht mit spezifischen Produktionsverhältnissen zu einer bestimmten historischen Epoche (Nachkriegszeit) einher und ist geografisch begrenzt (Europa, Nordamerika, Ostasien). Die verhältnisse ändern sich aber, die Klassengegensätze treten wieder stärker zum vorschein. Während die SozialdemokratInnen nach dem Krieg diesen Umständen (die sie ja selbst, bzw. ihre AnhängerInnen mitherbei geführt haben – bewusst oder unbewusst) begegneten, indem sie „Proletarier zu Bürgern“ machen wollten, sehen darin Sozialrevolutionäre ein hauptproblem unserer zeit: Denn es funktioniert nicht, den Kapitalismus zu zähmen, keine Verbesserung innerhalb des Systems währt ewig. Heute gibt es Leute wie dich, die davon sprechen, dass es keine Klassengegensätze mehr gibt, folglich es keinen Klassenkampf geben kann. Das Kapital erscheint als etwas unmittelbares, mystisches… Dabei gibt es im Kapitalismus objektiv immer Klassen, subjektiv (Klassenbeusstsein) sieht das zumindest im deutschsprachigen Raum natürlich anders aus.
Veränderung kann aber nur der Klassenkampf bringen, weil nur die Lohnabhängigen selbt die Quelle des Profits, nämlich den Mehrwert, versiegen lassen können (Generalstreik) und nur die Arbeitende Klasse kann eine klassenlose gesellschaft erkämpfen, weil’s unter ihr keine Klasse mehr gibt! Die Reichen zu bitten, weniger reich zu sein, die ArbeiterInnen zu bitten, ihr Konsumverhalten zu ändern, ist sicher lobenswert, wird am Grundübel Kapitalismus nichts ändern…

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