AKTUELL

Spanische ArbeiterInnen im Konflikt mit dem Stuttgarter Multi Behr Group

Am 21. Dezember 2007 haben sich die ArbeiterInnen des Werkes “Frape Behr” in Barcelona in der Fabrik eingeschlossen. Vorausgegangen war die Ankündigung einer massiven Entlassungswelle seitens der spanischen Tochter des Automobilzuliefer-Multis “Behr Industries” mit Sitz in Stuttgart. Mehr als 300 ArbeiterInnen sollen entlassen werden, andere zu erheblich schlechteren Bedingungen weiterarbeiten müssen. Die Aktion ist der aktuelle Höhepunkt in einer Kette von Mobilisierungen, die mit der Ankündigung der Massenentlassung und der Gründung einer Betriebsgruppe der spanischen Gewerkschaft CNT-AIT im Oktober ihren Anfang nahm.

Am Abend des 21. Dezember ist die Belegschaft von “Frape Behr” nicht wie üblich für die Weihnachtstage nach Hause zu ihren Familien zurückgekehrt. Stattdessen haben sie sich im Kampf gegen die massive Verschlechterung ihrer Bedingungen im Werk eingeschlossen und versuchen zu verhindern, dass die katalanische Regionalregierung (Generalitat) am 24. Dezember den von der Firma eingereichten Schließungs- und Sozialplan (ERE) genehmigt. Die ArbeiterInnen haben sich nach drei Monaten des Kampfes gegen die Werkschließung für diese zunächst begrenzte aber entschlossene Aktion entschieden.

Mehr…

Die CNT Betriebsgruppe “FRAPE”: http://cnt-frape.blogspot.com/

CNT Barcelona: http://barcelona.cnt.es/

IAA – Soliseite: http://iwa-ait.org/solidarity.html

 

Frape-BEHR Barcelona: Wiederbesetzung gegen Aussperrung!

Im Kampf gegen die Massenentlassungen bei der spanischen Tochter des Multis Behr mit Sitz in Stuttgart, verschärft sich die Konfrontation weiter. Auf den lokalen und internationalen Druck hat die Firmenleitung mit dem Versuch einer Aussperrung der Belegschaft reagiert. Diese bekam jedoch davon Wind und besetzte ihrerseits vor Inkrafttreten der Aussperrung erneut die Fabrik.

Nachdem die Informationen über die geplante Aussperrung, die vom Management mit angeblichen “Sicherheitsproblemen” begründet worden ist, durchgesickert war, beschloß eine Vollversammlung der Belegschaft umgehend die Besetzung des Werkes. Mehr als 100 ArbeiterInnen haben sich im Werksgelände eingeschlossen. Die Vollversammlung und das lokale Solidaritätskomittee haben eine ganze Reihe von Aktionen beschlossen, um den Druck auf das Management und den Konzern weiter zu erhöhen. Wir werden in den nächsten Tagen darüber informieren. Unterstützung, z.B. in Form unserer Postkarten-Aktion ist wichtiger denn je.
http://www.fau.org

 

 

 

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Vortrag und Diskussion

Allgemeines Syndikat Wien LISA Libertäre Initiative sozial Arbeitender Bildungssyndikat Wien

präsentieren:

ANARCHISMUS IN SÜDAFRIKA

Wann: Mittwoch, den 12.12.2007 um 20:00 Uhr
Wo: SAGYA African Restaurant, Liechtensteinstraße 130a 1090 Wien (U4/U6 Spittelau)
…und am 14.12. in Ljubljana!

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A Kibara is ka Hawara!

Kampagne der Libertären Initiative Sozial Arbeitender

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FRANKREICH: Solidarität mit der CNT-PTT!

Das Internationale Sekretariat der CNT (Frankreich) rief am 23.10.2007 – Tag der betrieblichen Wahlen bei der französischen Post – zur Solidarität auf internationaler Ebene auf. Etwa ein Dutzend AnarchosyndikalistInnen und FreundInnen folgten in Wien trotz nasskaltem Wetter dem Aufruf und versammelten sich vor der französischen Botschaft um einem Botschaftsmitarbeiter eine Protestnote zu überreichen.

Hintergrund: Nach 20 Jahren Existenz wurde die Postgewerkschaft der französischen CNT im vergangenem Jahr de facto verboten. Dies ist die Konsequenz einer Vereinbarung, die am 27. Januar 2006 von den Gewerkschaften CGC, CFDT, CFTC, FO und UNSA und der Unternehmensleitung der Post unterzeichnet wurde. Die CGT und SUD haben sich in dieser Angelegenheit zu Handlangern der Geschäftsführung gemacht, weil sie nicht die Möglichkeit wahrnahmen, ein Veto einzulegen, sondern sich enthielten.

Dieser Vereinbarung, die die gewerkschaftlichen Rechte auf die „repräsentativen“ Gewerkschaften einschränkt, erlaubt es den Betriebsgruppen der CNT nur noch verdeckt zu agieren. Bereits einige Wochen nach Unterzeichnung der Vereinbarung, wurde ein Genosse aus Paris wegen des Verteilens von CNT-Flugblättern vom Dienst suspendiert. Ein anderer Genosse muss sich in den nächsten Wochen vor dem Disziplinarausschuss der Post verantworten und riskiert, seinen Arbeitsplatz zu verlieren. Weitere Genossen sind angeklagt.

Hinter dieser Vereinbarung steht der Angriff auf die klassenkämpferische Gewerkschaftsbewegung.

Die CNT kämpfte an vorderster Linie gegen die Privatisierung der Post. Dies ist die einfachste Methode sich ihrer zu entledigen: die bewusstesten und kämpferischsten Aktivisten wurden stigmatisiert , eingeschüchtert und mit Entlassung bedroht, damit sie ihr gewerkschaftliches Engagement aufgeben.

Seit dem vergangenem Jahr unterstützt die CNT ihre Kollegen bei der Post mit einer Kampagne.

Hoch die internationale Solidarität!

Allgemeines Syndikat Wien, Libertäre Initiative Sozial Arbeitender, Initiative für ein Bildungssyndikat.

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Belegschaft nimmt die Produktion in besetzter Fahrradfabrik im thüringischen Nordhausen (D) selbstverwaltet wieder auf

strikebike_damen.jpg

Die 135 Kolleginnen und Kollegen der Fahrradfabrik Bike Systems GmbH im thüringischen Nordhausen, die das Werk seit dem 10. Juli 2007 besetzt halten, haben beschlossen, die Produktion von Fahrrädern in Selbstverwaltung wieder aufzunehmen.

Dafür müssen bis zum 2. Oktober verbindlich 1.800 Bestellungen für Fahrräder eingehen. Beim Vertrieb arbeiten die Kollegen und Kolleginnen mit der anarchosyndikalistischen Gewerkschaft FAU zusammen (Freie Arbeiterinnen- und Arbeiter-Union). Für die Kampagne ist die Homepage www.strike-bike.de freigeschaltet.

Seit mehr als zwei Monaten hält die Belegschaft den südharzer Betrieb der Bike Systems im 3-Schichtbetrieb besetzt. Sie wollen verhindern, dass der Betrieb endgültig demontiert und verkauft wird. Die beantragte Insolvenz vom 10. August hat kaum Aussicht auf Erfolg: Die Firma ist ausgeschlachtet, heruntergewirtschaftet, die Halle ist bis auf die Lackierstraße leergeräumt. Die Belegschaft erhält Abeitslosengeld und hofft auf ein neues Konzept mit einem neuen Investor.

Das Strike-Bike – Solidaritäts-Fahrräder aus Nordhausen!

In der Zeit der Besetzung und durch Gespräche während der Besuche von solidarischen Menschen entwickelten die Kolleginnen und Kollegen des Werkes die Idee, erst einmal für kurze Zeit die Produktion in Selbstverwaltung wieder aufzunehmen. Weil es eben nicht nur darum geht, den Abtransport der letzten Maschinen zu verhindern und auf einen neuen Investor zu warten, stieß die Idee ein eigenes »Strike-Bike« herzustellen, auf immer größere Resonanz. Jetzt bietet sich die Chance, allen zu zeigen, ein eigenes Konzepte zu entwickeln, die Produktion und den Vertrieb alleine auf die Beine stellen zu können.

Solidarität und Hoffnung!

Wenn es tatsächlich klappen sollte, 1.800 Vorbestellungen für die in Eigenregie produzierten Fahrräder zu sammeln, verbreiten wir solidarische Ideen und machen den Kolleginnen und Kollegen in ähnlichen Situationen Mut, sich nicht einfach “platt-sanieren” zu lassen. Von wem auch immer!

Hilfe erhält die Belegschaft von der anarchosyndikalistischen Gewerkschaft Freie Arbeiterinnen- und Arbeiter-Union. Deren solidarische Mitglieder werden bundesweit aktiv, um den Kampf der Fahrradwerker in Nordhausen bekannt zu machen und den Verkauf des »Strike-Bike«s zu unterstützen.

Weitere Informationen erhalten sie ab sofort unter der Homepage:
www.strike-bike.de

Zum Hintergrund und der Geschichte der Besetzung:
www.labournet.de
www.fau.org

Kontakt zu den BesetzerInnen und Bestellungen direkt an:

Bike-Systems GmbH,
Freiherr vom Stein -Straße 31,
99734 Nordhausen
Deutschland

Telefon: 0049 3631 – 622131
Fax: 0049 3631 – 622146
fahrradwerk(a)gmx.de

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AKTIONSWOCHENENDE GEGEN DIE AMPERKLINIK DACHAU

Das Aktionswochenende der FAU zu den Arbeitsbedingungen in den Amper Kliniken ist mit einer Veranstaltung in Dachau und in München sowie einer Kundgebung in Dachau erfolgreich durchgeführt worden.

Jeweils 15 Menschen nahmen an den beiden Veranstaltungen teil und ca. 25 Teilnehmer waren auf der Kundgebung am Dachauer Bahnhofsplatz.
Mehr Teilnehmerinnen und Teilnehmer wären durchaus wünschenswert gewesen, aber die Vorträge und Redebeiträge waren sehr informativ und motivierend. Die Diskussionen während und nach den Veranstaltungen führten zu erster Schritten für eine breitere Organisierung der Beschäftigten. Speziell die Veranstaltung in Dachau, bei der die
Krankenhausbeschäftigten mächtig Dampf abliesen und gemeinsame Aktivitäten verabredeten, zeigte, dass die Belegschaft genug von den miesen Arbeitsbedingungen an den Amper Kliniken hat.

Die angemeldete Demonstration am nächsten Tag, wurde jedoch nicht durchgeführt, da die anwesenden Beschäftigten der Amper-Kliniken die Situation dahingehend einschätzten, dass sie noch vor ihrem aktiv werden, starken Repressionen seitens der Klinikleitung ausgesetzt gewesen wären.

Mehr…

Solidaritätsbekundungen an:

Die FAU-Gewerkschaften im Wirtschaftsraum München und Umland:
Asy München kontakt@faum.de
Bsy München bildungssyndikat@faum.de
Gsy-SANITA München faudah@fau.org
Internetseite der Freien ArbeiterInnen Union Lokalföderation München

Prostestschreiben an:

Klinikbetreiberin Rhön AG

RHÖN-KLINIKUM AG
Schlossplatz 1
97616 Bad Neustadt/Saale

E-Mail: rka@rhoen-klinikum-ag.com
http://www.rhoen-klinikum-ag.com/rka/cms/rka/deu/index.html

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Brutaler Angriff gegen IWW-Demo! Solidarität dringend benötigt!!!


 

Am 11. August 2007 hielt die IWW in Providence /Rhode Island (USA) einen Protest- marsch gegen „Jackie´s Galaxy“ ab, eine Restaurant-Kette, die von HWH/Dragonland in New York City beliefert wird. HWH ist bekannt für sklavenähnliche Arbeits- bedingungen mit bis zu 110 Wochenarbeitsstunden ohne grund- legende Arbeitsrechte wie Mindestlohn oder Überstunden -Zuschläge.

Etwa 30-40 Wobblies und Unterstützer fanden sich in Nord-Providence ein, darunter Mitglieder des SDS (Students for a Democratic Society) aus Boston und Providence, als die Polizei ihnen mit einem massiven Aufgebot folgte. Die Beamten forderten sie auf, sich auf den Gehweg zurück zu ziehen. Nachdem das zunächst ignoriert wurde, gaben die Protestierer nach und bewegten sich langsam auf den Gehweg. Die Polizeikräfte um- zingelte daraufhin die Protestierer mit Einsatzfahrzeugen und sprangen heraus. Dann attackierten sie die Demonstranten. Die Genossin Alex Svoboda wurde dabei zu Boden gestoßen und erlitt einen Beinbruch und ein auf brutalste Weise verdrehtes Knie.
Ihre Verletzungen werden mindestens zwei Operationen erfordern und aufwendige Reha-Maßnahmen. Es ist heute nicht klar, ob sie jemals wieder vollständig genesen wird.

Jason, ein weiterer Wobbly, wurde mit Reizgas angegriffen und litt an chemischen Verbrennungen. Er brauchte ebenfalls medizinische Behandlung.
(ACHTUNG: die Bilder sind äußerst abschreckend!!!)

Dennoch setzten die Demonstranten ihren Marsch auf Jackie´s Galaxy fort und sprachen mit dem Besitzer, der zunächst versprach, den Großhändler zu wechseln und nun leugnet, mit HWH Handel zu treiben.

Das Geschäft bei Jackie´s Galaxy kam während der Aktion vollständig zum Erliegen. Die meisten Passanten waren aufgebracht von der Tatsache, dass Jackie´s die Verbrechen von HWH/Dragonland unterstützt.

Die Providence IWW und andere Unterstützer von Arbeiterrechten werden ihren Druck auf Jackie´s Galaxy aufrecht erhalten, bis sie die Geschäfte mit der Slavenarbeits-Bude HWH/Dragonland einstellen oder dort grundlegende Arbeiterrechte in Kraft treten – inklusive dem Recht auf gewerkschaftliche Selbstorganisation.

Bis dahin brauchen wir eure Unterstützung. Alex Svoboda wird angeklagt, die Polizei angegriffen zu haben. Wir brauchen Geld, um Alex und Jason juristisch zu verteidigen und um die medizinische Versorgung zu zahlen und einen Ausgleich für den Einkommens- verlust zu schaffen, den Alex infolge der Polizeibrutalität erleiden wird.


Bitte sendet jede Spende, die ihr oder eure Organisation leisten könnt! Bitte spendet auf folgendes Konto:

M. Ashbrook
Postbank Frankfurt/M
Kto. 192502606
BLZ 500 100 60

Außerdem könnt ihr beitragen, Druck auf den Bürgermeister und Polizei-Chef von North-Providence auszuüben. Das mindeste wäre eine Entschuldigung und die Rück- nahme der haltlosen Anklagen, gegen die Polizei-Opfer. Ferner fordern wir, dass die Einzatzkräfte für die Verletzungen und Einkommensverluste aufkommen.
Adressen:

IWW Providence GMB
PO box 5795
Providence R.I.
02903
Email-ProvidenceIWW@riseup.net

Bürgermeister von North Providence:
Charles A. Lombardi
North Providence Town Hall
2000 Smith Street
North Providence, RI 02911
Telephone: (401) 232-0900, ext. 226
Fax: (401) 232-3434

Polizei-Chef:
Ernest C. Spaziano
North Providence Police Department
1967 Mineral Spring Ave.
North Providence, R.I. 02904
Business line: 401-233-1433
Fax number: 401-233-1438

Industrial Workers of the World (IWW)
Eine große Gewerkschaft für alle ArbeiterInnen weltweit

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One response

29 09 2007
anarchosyndikalismuswien

RECENT UPDATES

I.W.W. Victory: Jacky’s Galaxy Discontinues Business With Dragonland Trading Inc.

On Thursday August 16, 2007, „Jacky Ko“, members of the Industrial Workers of the World and their respective lawyers appeared in Superior Court in Providence. Under oath, Ko stated that he no longer does, nor will he ever again, knowingly do business with Dragonland. Considering Ko stated this under oath, the IWW considers this sufficient evidence of Ko’s divestment.

Furthermore, New Buffet restaurant in Providence confirmed that they have also divested in Dragonland. This is a clear and absolute victory for the IWW, union rank and file at Dragonland and Alexandra Svoboda, who was brutalized on the picket line. Alex will undergo her third surgery tomorrow at RI Hopital and will be operated on at least one more time.

(iww.org)

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